GD - Online U. Schäfer: Untersuchungen zur Dermatopharmakokinetik
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Dr. Ulrich Schäfer

Untersuchungen zur Dermatopharmakokinetik ex vivo und in vivo
unter Berücksichtigung von Hautäquivalenten

Universität des Saarlandes, Saarbrücken

In zunehmendem Maße gewinnt die dermale und transdermale Applikation von Arzneistoffen an Bedeutung. Aus ökonomischen Gründen ist es dabei wünschenswert, zur Überprüfung der Machbarkeit und zur schnelleren Produktentwicklung In-vitro- Testsysteme zur Verfügung zu haben. Eine der Voraussetzungen für den Einsatz solcher Systeme ist jedoch eine In-vitro-/In-vivo-Korrelation.
Bei den vorgestellten In-vitro-Versuchen wurde entweder die Franz-Zelle (FD-C) oder das Saarbrücker Penetrationsmodell (SB-M) benutzt. Als Modellarzneistoff wurde Flufenaminsäure in verschiedenen Präparationen eingesetzt. Die Menge an Arzneistoff im Stratum corneum war bei beiden Modellen annähernd gleich. Für in vitro / in vivo konnte für diese Testsysteme eine lineare Korrelation aufgestellt werden (Tabelle 1a). Mittels eines spezielles Versuchsdesigns, bei dem die Haut des gleichen Probanden benutzt wurde, konnte der Arzneistofftransport in die tieferen Hautschichten sowohl in vitro als auch in vivo bestimmt werden. Hier ergab sich ebenfalls eine In-vitro-/In-vivo- Korrelation (Tabelle 1b).
Für rekonstruierte Hautäquivalente wird deren Barrierefunktion und die Lot-Lot-Variabilität gezeigt. Des Weiteren war es möglich, die Flux-Daten der rekonstruierten Hautäquivalente mit den Flux-Daten von hitzeseparierter Epidermis zu korrelieren.
Um die gefundenen Korrelationen verallgemeinern zu können, müssen Experimente mit weiteren Arzneistoffen und Formulierungen durchgeführt werden.

Tabelle 1: In-vitro/In-vivo-Korrelation
 
Regressionsgleichungen mit m = Flufenaminsäure-Menge (ng/cm²)
 
a) Stratum corneum:   
FD-C vs. in vivo:min-vitro = 4,5 x min-vivo - 4578 r = 0,990Proband (1)
 min-vitro = 7,4 x min-vivo - 7998 r = 0,892Proband (2)
SB-M vs. in vivo: min-vitro = 1,8 x min-vivo - 596r = 0,999Proband (1)
 min-vitro = 2,1 x min-vivo - 946r = 0,959Proband (2)
    
b) Tiefere Hautschichten:   
FD-C vs. in vivo: min-vitro = 1,78 x min-vivo - 300 r = 0,927 
SB-M vs. in vivo: min-vitro = 3,23 x min-vivo + 70 r = 0,909 
    

Literatur:
(1) Wagner H., Kostka K.-H., Lehr C.-M., Schaefer U.F.: Drug Distribution in Human Skin Using Two Different In Vitro Test Systems: Comparison with In Vivo Data. Pharm Res. 17, 1475-1481, 2000
(2) Wagner H., Kostka K.-H., Lehr C.-M., Schaefer U.F.: Interrelation of permeation and penetration parameters obtained from in vitro experiments with human skin and skin equivalents. J. Controlled Release 75, 283-295, 2001
(3) Zghoul N., Fuchs R., Lehr C.-M., Schaefer U.F.: Reconstructed Skin Equivalents for Assessing Percutaneous Drug Absorption from Pharmaceutical Formulations. ALTEX 18(2), 103-106, 2001
(4) Wagner H., Kostka K.-H., Lehr C.-M., Schaefer U.F.: Human Skin Penetration of Flufenamic acid: In Vivo / In Vitro Correlation (Deeper Skin Layers) for Skin Samples from the Same Subjekt. Journal Investigative Dermatology, in press, 2002


Dr. Ulrich Schäfer



Foto: Gesellschaft für Dermopharmazie

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